Fragen und Antworten

Was sind Pyrrolizidinalkaloide und wo kommen sie vor?

Pyrrolizidinalkaloide sind natürlich vorkommende, sekundäre Pflanzenstoffe, die von bestimmten Pflanzenarten zum Schutz vor Fraßfeinden gebildet werden. Es gibt mehr als 500 verschiedene Pyrrolizidinalkaloide, die in über 6000 Pflanzenarten vorkommen. Ein möglicher Grund für erhöhte PA-Gehalte sind diese Pflanzen, die als Beikraut mitgeerntet werden.
Pyrrolizidinalkaloidhaltige Pflanzen gehören zum Beispiel zu den Familien der Korbblütler, der Raublattgewächse und der Schmetterlingsblütler. Beispiele für pyrrolizidinhaltige Pflanzen sind das Jakobskreuzkraut, das Gemeine Greiskraut oder der Natternkopf. Genauso zählen dazu Huflattich, Beinwell, Vergissmeinnicht, Borretsch oder Margeriten.

Beinwell    Huflattich

Beinwell

 

Huflattich

Borretsch   Jakobskreuzkraut

Borretsch

 

Jakobskreuzkraut

Margerite   Vergissmeinnicht

Margerite

 

Vergissmeinnicht

Was bedeuten die enthaltenen Beikräuter für Sie, wenn Sie das Produkt bereits verwendet haben?

Das BfR hat in seinen Stellungnahmen einen Zielwert/Referenzwert für tägliche Maximalaufnahme von 0,007 µg PA/kg Körpergewicht/Tag festgelegt. Laut dem ZDF wurde im Bald Mami Tee ein Wert von 77 µg PA/kg im getrockneten Tee gefunden. Auf Basis von 3 Tassen Tee am Tag (1,0 g Kräuter/Tasse) bedeutet das, dass der empfohlene Zielwert des BfR von 0,042 µg pro Tag für eine 60 kg Person nur zu 55% ausgeschöpft wird. Somit liegt bei einer üblichen Konsumationsmenge keine Gesundheitsgefährdung vor.

Wie können Sie überprüfen, ob sie ein Produkt aus der betroffenen Charge zu Hause haben? Was sollen Sie damit tun?

Die Chargennummer (VH16032106) sowie das Mindesthaltbarkeitsdatum (30.09.2019) befinden sich auf dem Boden der Verpackung. Wir haben natürlich Verständnis, wenn Sie das Produkt tauschen möchten. In diesem Fall wenden Sie sich bitte an

Welche Maßnahmen hat SONNENTOR ergriffen, als wir von den enthaltenen Beikräutern erfahren haben?

Schon seit 2010 beschäftigt sich SONNENTOR im Rahmen eines Forschungs- und Entwicklungsprojekt intensiv mit dem Thema  „Erkennung und Vermeidung von gefährlichem Beikraut und sonstigen Verunreinigungen“. So wurde ein Maßnahmenkatalog für die Bestimmung der Beikäuter erstellt und unsere Mitarbeiter diesbezüglich geschult. Mehrmals jährlich wird im regelmäßigen Austausch zwischen den Bauern und unseren Mitarbeitern dieses Wissen weitergegeben.

Für die Untersuchung der PA-Gehalte hat das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) eine neue Methode entwickelt, die seit Ende 2013 in den Laboren implementiert wurde. Die Rohstoffe werden seitdem von unseren akkreditierten Untersuchungslaboren regelmäßig auf PAs untersucht. Insgesamt werden bei den Analysen mehr als 500 Substanzen berücksichtigt. 

Auch von der fertigen Teemischung wurde nach der Produktion eine Probe gezogen und analysiert. Unsere Ergebnisse seitens dieser Tests ergaben keinerlei Hinweise auf PA und entsprechen allen gesetzlichen Vorgaben, damit ist die Ware verkehrsfähig.

SONNENTOR bezieht seine Rohstoffe von etwa 200 Bauern. Mitarbeiter sind ständig unterwegs, um die Qualität schon am Feld positiv zu beeinflussen und die landwirtschaftliche Produktions- und Erntepraxis zu überprüfen. Ein wichtiger Punkt ist dabei die Beikräuterbekämpfung am Feld sowie bei der Ernte. Nach der Ernte erfolgen die Erstaufbereitung bereits beim Bauern und die zweite Reinigung bei SONNENTOR mit Hilfe von Photoauslesezellen und einer Vielzahl von speziellen Siebmaschinen und Windsichtern.

Wie sehen Qualitätskontrollen bei SONNENTOR aus?

Jede eingehende Charge wird auf mehr als 500 verschiedene mögliche Rückstände in einem unabhängigen, akkreditierten Labor untersucht. Nur wenn die Untersuchungsergebnisse einwandfrei sind, werden die Rohstoffe weiterverarbeitet. Mitarbeiter ist ständig unterwegs, um die Qualität schon am Feld positiv zu beeinflussen und die landwirtschaftliche Produktions- und Erntepraxis zu überprüfen. Ein wichtiger Punkt ist dabei die Beikräuterbekämpfung am Feld sowie bei der Ernte. Nach der Ernte erfolgt die Erstaufbereitung bereits beim Bauern und die zweite Reinigung bei SONNENTOR. Als Informationsplattform wurde im Rahmen eines Forschung- & Entwicklungsprojekts ein Arbeitspapier mit den wichtigsten Beikräutern erstellt. Im regelmäßigen Austausch zwischen den Bauern und in Besprechungen bei SONNENTOR wird dieses Wissen weitergegeben.

Bestehen gesundheitliche Risiken für Verbraucherinnen und Verbraucher durch Lebensmittel?

Laut Bundesinstitut für Risikobewertung ist beim Verzehr von Kräutertee- und Teeaufgüssen eine akute gesundheitliche Gefährdung für Verbraucherinnen und Verbraucher durch Aufnahme von den enthaltenen Beikräutern nicht gegeben.

 

>> Weiterführende Informationen zum Thema Pyrrolizidinalkaloide finden Sie unter http://www.engagement-fuer-tee.de